11.02.2019 Trauer und Achtsamkeit

Eine kleine, aber feine Studie wurde in Taiwan an mehreren Universitäten und Hospitälern zum genannten Thema durchgeführt. Begleitet wurden insgesamt 23 trauernde Teilnehmer und dies zum Maximum von vier Jahren, nachdem sie ein achtwöchiges Training in MBCT, achtsamkeitsbasierter kognitiver Therapie erhalten hatten. Feststellen ließ sich, dass die Teilnehmer, durch entsprechende Befragungen nach gehalten, der Meinung waren, den Verlust eines nahestehenden Menschen, besser verarbeitet zu haben. Im Grunde überrascht dies nicht, da achtsamkeitsbasierte Therapieformen fast schon unüberschaubar in der Literatur als wirksam beschrieben werden, soweit es um die Stabilisierung oder die Wiedererlangung des eigenen Wohlbefindens, der Stressbewältigung, etc. geht. Demgegenüber ist der Erkenntnisstand im Bereich der Trauerarbeit dünn, sodass die Arbeit insoweit durchaus richtungsweisend ist.
Originalstudie: doi:10.3389/fnhum.2018.00541