Lernen und Lehren ohne Stress

Wenn es irgendetwas neben der frühkindlichen Entwicklung in der Familie gibt, was das gesamte Leben eines Menschennachhaltig beeinflusst, so ist es das
Lernen und Ausprobieren aller Fähigkeiten und Potenziale in der Familie, den Kindergärten und Kindertagesstätten, den Schulen, den Hochschulen und Universitäten.

Möglich ist ein „Lernen ohne Stress“ spielerisch und begeistert,
nicht belastend, sondern befähigend, im Umgang mit Anderen und den eigenen Ressourcen.

Naturgemäß steht dem das „Lehren ohne Stress“ gegenüber, ebenfalls möglich und erlernbar, sodass im Team der Lernenden und Lehrenden eine kraftvolle und nachhaltige Entfaltung aller Potenziale tagtäglich geschieht, mit Lust auf das Miteinander und das Entdecken von neuem Wissen.

Der Einen und dem Anderen werden sicher die Namen Gerald Hüther und Margret Rasfeld und die Begriffe „Schulen der Zukunft“ und „Schulen im Aufbruch“ ebenso etwas sagen, wie die beispielhaft zu erwähnende Evangelische Schule Berlin Zentrum, nicht unähnlich den Club of Rome Schulen und die von G.Hüther gegründete Akademie für Potenzialentfaltung, sicher ein bedenkenswerter Ansatz.
Bekannt sein sollte aber auch Dr. Hans-Joachim Maaz und dessen Stiftung-Beziehungskultur-sowie Veröffentlichungen zur Bindungsforschung, jüngst und stellvertretend Dr. Nicole Strüber in unseren Literaturempfehlungen.

Den genannten Mitinitiatoren und Einrichtungen geht es letztendlich um die Wiedererlangung und Umsetzung des Miteinanders in der einzigen, sozialverträglichen Art, nämlich der Entwicklung eines jeden Einzelnen in der Gemeinschaft ohne Konkurrenz/Aggression.Heute vielleicht wichtiger denn je.  Übermäßiger Stress treibt sein Unwesen nicht erst in späteren Jahren. Ausgehend von der jeweiligen genetischen Grundkonzeption kommt er leider bereits vorgeburtlich, während der Geburt und in den frühen Jahren eines jeden Kindes zu seinen fatalen Wirkungen, denen so früh wie möglich begegnet werden sollte, wenn man sich eine Chance auf eine gesunde Entwicklung erhalten will.

Ein sozialverträgliches Miteinander verlangt einen möglichst hohen Grad an Achtsamkeit, an Mitgefühl und grundsätzlich gefühlvollem Umgang. All dies sind Fertigkeiten, die jedes Kind, jeder lehrende Erwachsene für sich allein und in der Gemeinschaft tagtäglich üben kann, bereits nach kurzer Zeit eine starke Emotionsregulierung nach sich ziehend.Auch wenn vieles genetisch und, nennen wir es vereinfachend, neurobiologisch bestimmt wird, ist man dieser „Programmierung“ nicht völlig hilflos ausgeliefert. Man kann etwas tun, je früher desto besser.

Über ein bestimmtes Repertoire an Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken und auch Bewegungsübungen finden Kinder, Schüler, studierende und lehrende Menschen zur eigenen Mitte und Ruhe, was in der Gemeinschaft unglaublich potenzierend wirkt, dies bei gleichzeitiger gar nicht zu verhindernder Steigerung der Konzentrationsfähigkeit.

Bei den Übungen, die leicht aber konsequent in den Kita- oder Schulalltag integriert werden, orientieren wir uns an Curriculen von Calm Classroom, Mindful Schools, die mittlerweile tausendfach in den USA erprobt worden sind. Ihrerseits entwickelt aus Ansätzen der Mind Body Medizin nach Herbert Benson und des MBSR nach Jon Kabat -Zinn.

Die Achtsamkeitspraktiken sind selbstverständlich nach Altersklassen und auch besonderen Bedürfnissen (Integration, Inklusion) ausgerichtet und zeitigen nachweislich, was entsprechende Forschung belegt, gerade im Bereich ADHS mehr als bemerkenswerte Erfolge.

Besonders zu erwähnen sind noch 2 Effekte der Achtsamkeitspraxis bereits in jungen Jahren: Selbst Kindergarten- oder Grundschulkinder infizieren ihre Eltern gerade zu, sodass diese ebenfalls im Sinne dieser Potenzialentfaltung Achtsamkeitsübungen von den Kindern übernehmen oder entsprechende Kurse nachfragen. Ein derartig ganzheitlicher Ansatz in Kindergärten und Schulen ist sicher mehr als wünschenswert.

Aus den Erfahrungen mit MBSR (Stressreduktion durch Achtsamkeit) und sonstigen Achtsamkeitstechniken und basierend auf der Praxis der mindful schools, sind mittlerweile bereits Studiengänge der Achtsamkeit an ersten Universitäten in den USA entstanden, selbstverständlich aber auch Kursangebote zur Unterstützung der Studierenden, nicht zuletzt in Prüfungssituationen.

In diesem Modul „Lernen ohne Stress -Lehren ohne Stress“ stehen mehrere Ausbildungsvarianten zur Verfügung.

Soweit es um die Ressourcen Stärkung allein bei Kindern, Schülern und Studierenden geht, ist der Kurs analog dem Grundkurs „Leben ohne Stress“ auf 6 Wochen bemessen. In diesem Bereich angesprochen sind ältere Kinder, Schüler und studierende Menschen, die in der Lage sind – aufgrund eigener Reflexion -, die erlernten Techniken in das alltägliche Leben zu integrieren. In Kindergärten, Kindertagesstätten und Grundschulen laufen die Grundkurse über 8 bis 10 Wochen, bei zweimal wöchentlichen Unterrichtseinheiten von 15 bis 30 Minuten,je nach Aufnahmefähigkeit der Kinder.

Elternkurse, die parallel zur Achtsamkeitspraxis in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen abgehalten werden können, haben den Umfang des Grundmoduls mit 6 wöchiger Dauer.

Weitere Einzelheiten zu Ablauf etc. ergeben sich aus den Kursplänen, die Sie auf Anfrage erhalten.

Die Ausbildungsgänge für Erzieherinnen, Lehrerinnen, Kita-und Schul-Personal, u.a. sind auf 10 Wochen angelegt. Die Grundlage bildet auch hier der 6-wöchige Grundkurs. Den Besonderheiten des Kita-und Schulalltages wird in dem 4-wöchigen Aufbauprogramm Genüge getan. Auch hier ergeben sich die Einzelheiten aus dem Kursplan bei Anfrage.

Hochschulgängig ist das Modul „Lernen ohne Stress – Lehren ohne Stress“ selbstverständlich auch. Hochschullehrerinnen werden befähigt, eine Achtsamkeitspraxis zu vermitteln, die auch bei jungen Erwachsenen unmittelbare und ausschließlich positive Wirkung zeigt.
Einzelheiten zum Ablauf im Kursplan, bitte anfragen.

Die Achtsamkeitspraxis in allen lernenden und lehrenden Bereichen lebt zum einen von der ständigen Praxis und zum anderen von regelmäßigem Austausch in Supervisionsgruppen oder jedenfalls an sogenannten Achtsamkeitstagen, die regelmäßig angeboten werden.

Ziel der Einführung der Achtsamkeitspraxis ist die Integration eines schonungsvollen Selbstumganges mit den eigenen Stärken und Schwächen, sowie einer ebensolchen Begegnungskultur in nachhaltiger und selbstorganisierter Form. Dies wird als längerfristiges Ziel beinhalten, eigene Mitglieder der Gemeinschaft, der Kindertagesstätte, der Schule, etc. zu L.o.S-Ausbildern zu zertifizieren. Hierzu verhält sich der spezielle Kursplan, den wir auf Anfrage zur Verfügung stellen.